Hier können neue Zeitmodelle erstellt und vorhandene Zeitmodelle bearbeitet werden. Voreingestellt sind drei Zeitmodelle (Vollzeit, Teilzeit, Geringfügig).
Über das Plus rechts oben kann ein neues Zeitmodell hinzugefügt werden.
Anschließend kann bei den jeweiligen Mitarbeitern ausgewählt werden, welches Zeitmodell für Sie gültig ist. (Mehr unter Menüpunkt Mitarbeiter)

Bei einem Zeitmodell können eine Vielzahl von Einstellungen getroffen werden. Nur einige wenige müssen ausgefüllt werden. Die meisten Einstellungen sind optional und bieten einem zusätzliche Funktionalitäten und Unterstützung.

Reiter Allgemein

Für jedes Zeitmodell kann ein eigener Name hinterlegt werden. Da ein Zeitmodell öfters genutzt werden kann, sollte dies eine Beschreibung beinhaltet oder den Namen des Mitarbeiters, wenn es nur für einen speziellen Mitarbeiter gedacht ist.
Die Urlaubstage pro Jahr die unter diesem Zeitmodell vergütet werden, müssen im entsprechenden Feld eingetragen werden.
Die Wochenstunden werden automatisch aus den Stunden der einzelnen Tage berechnet.
Die Stunden der einzelnen Tage stellen die Soll-Stunden dar und werten im Zeitmodell den Ist-Stunden gegenübergestellt. Ein Saldo wird auf das Normalkonto aufgebucht.

Die Tage an denen ein Stundenwert größer als 0 eingetragen wird, werden bei einem Urlaub als Arbeitstage gezählt. Sprich, wenn im oben beschriebenen Zeitmodell ein Urlaub von Montag bis Sonntag bestätigt wird, werden insgesamt 5 Tage (Montag-Freitag) im Urlaubskonto abgezogen.
Im Stundenkonto werden anschließend jeweils die Soll-Stunden der einzelnen Tage aufgebucht.

Es können außerdem mehrere Arbeitszeitüberprüfungen pro Zeitmodell hinzugefügt werden, auf die anschließend je nach Einstellung im Dienstplan als auch in der Zeiterfassung überprüft wird.

Die Regel "Maximale Tagesarbeitszeit" prüft, ob an einem Tag die eingetragene Dauer an Stunden überschritten worden ist.

Die Regel "Mindestdauer Pause" prüft, ob nach x Stunden eine Pause von y Stunden eingehalten worden ist.

Die Regel "Ruhezeit" prüft, ob zwischen zwei Diensten (Dienstplanung) und zwischen zwei Arbeitszeitaufzeichnungen (Zeiterfassung) eine Dauer von x Stunden liegt.

Die Regel "Maximale Wochenarbeitszeit" prüft, ob in einer Woche mehr als x Stunden geplant (Dienstplanung) und erfasst (Zeitaufzeichnung) sind.

Reiter Bewertung

Im Reiter Bewertung findet man verschiedene Regeln die für die Buchungen im Stundenkonto relevant sind. Hier kann man die verschiedensten Regeln definieren, wann etwas auf ein Konto gebucht werden soll. Im folgenden werden diese Regeln einzeln beschrieben. Es können verschiedene Konten im Menüpunkt Einstellungen und Zeitbewertung hinzugefügt werden.

Mit der Regel "Gesamte Arbeitszeit" kann die gesamte erfasste Arbeitszeit in ein Konto gebucht werden. Standardmäßig wird diese in das Konto "Normal" gebucht, wodurch hier die Plus- bzw. Minusstunden ersichtlich werden.

Mit der Regel "Bezahlte Abwesenheiten" wird der Wert der bezahlten Abwesenheiten in das jeweilige Konto gebucht. Standardmäßig ist hier das Konto "Normal" ausgewählt, wodurch hier die Plus- bzw. Minusstunden ersichtlich werden. Wenn z.B.: ein Urlaub an einem Tag mit einem Soll Wert von 8 Stunden eingetragen wird, werden diese 8 Stunden auf das Konto "Normal" gebucht. Wenn eine untertägige bezahlte Abwesenheit eingetragen wird, wird anschließend der jeweilige Stundenwert je nach Abwesenheitslänge eingebucht. (siehe Bild unten)

Mit der Regel "Von Bis" können Stunden die zwischen zwei Zeiten an bestimmten Wochentagen anfallen in ein spezielles Konto gebucht werden. Dadurch kann man z.B.: Arbeitszeit die unter der Woche zwischen 19 und 20 Uhr anfallen, in das Ü50 Konto buchen. (siehe Bild unten)

Mit der Regel "Nach Zeit" können Stunden die nach einer gewissen Arbeitszeit anfallen, in ein bestimmtes Konto gebucht werden. Dadurch kann man z.B.: Arbeitszeit die nach einer Dauer von 10 Stunden anfällt, in das Konto "Ü50" buchen.

Mit der Regel "Urlaub aufbuchen" kann definiert werden, zu welchem Zeitpunkt (Jahresbeginn oder Einstellungstag) der Urlaubsanspruch für das Jahr aufgebucht wird. Zusätzlich kann definiert werden, ob die Werte gerundet (es wird bei Kommawerten immer aufgerundet) oder mit Kommawerten angezeigt werden sollen. Diese Regel ist standardmäßig hinterlegt.
Wichtig: Wenn hier als Aufbuchungsdatum der Einstellungstag gewählt wird, wird hierzu das Datum der ersten hinterlegten Anstellung für den Mitarbeiter genommen (siehe Bild unten).

Die Regel "Urlaub abbuchen" definiert von welchem Konto ein verbrauchter Urlaubstag abgezogen werden soll. Dies ist standardmäßig hinterlegt und sollte auch nicht abgeändert werden.

Mit der Regel "Feiertage" kann definiert werden, was mit der Arbeitszeit an bezahlten oder nicht bezahlten Feiertagen passieren soll. Dadurch kann man sich z.B.: die Arbeitszeit die an Feiertagen anfällt auf einem extra Konto ausweisen lassen.

Mit der Regel "Aufbuchung" kann zu bestimmten Tagen im Jahr auf einem Konto eine automatisierte Aufbuchung mit vordefiniertem Wert getätigt werden. Diese Regel sollte nur im Zusammenhang mit dem Kontotyp "Universal" verwendet werden.

Reiter Manipulation

Im Reiter Manipulation können eine Vielzahl von Manipulationsregeln hinterlegt werden, die auf die Arbeitszeiterfassung wirken und hier eine Veränderung vornehmen. (Wichtig: Diese Regeln gelten nicht für die Dienstplanung, sondern ausschließlich für die Zeitaufzeichnung.) Die meisten Veränderungen werden beim Schließen eines Zeitstempels (Ausstempeln) ausgeführt.

Mit der Regel "Automatische Pause nach gewisser Zeit" wird nach x Minuten vom Einstempeln eine Pause von y Minuten eingefügt. Dies sollte verwendet werden, wenn die Pause automatisch abgezogen werden soll und nicht gestempelt wird. Falls doch eine Pause manuell gestempelt wurde, wird trotzdem in dem vorgegebenen Zeitbereich die Pause eingefügt.

Mit der Regel "Automatische Pause mit Dauer aus Dienst" wird eine Pause von x Minuten nach einer Dauer von y Minuten eingefügt. Hierbei wird in der Dienstplanung nachgeschaut, ob für die betreffende Person an diesem Tag ein Dienst geplant ist. In der Dienstplanung kann man eine Pausenlänge definieren. Dieser Wert wird herangezogen. Sollte kein Dienst geplant sein, wird der Standardwert eingetragen.

Mit der Regel "Automatische Pause mit fixer Startzeit" wird eine Pause zu einer vordefinierten Uhrzeit mit einer Dauer von x Minuten eingefügt. Dies passiert nur, wenn das Einstempeln vor dem Startzeitpunkt liegt.

Die Regel "Kommen und Gehen" ist eine Rundungsregel. Wenn sich jemand vor einer bestimmten Uhrzeit einstempelt bzw. nach einer gewissen Uhrzeit ausstempelt, wird dies jeweils auf den Referenzwert gerundet. 

Die Regel "Dienstbeginn" ist eine Rundungsregel. Diese gibt an, dass wenn im Bereich von x Minuten vor Dienstbeginn ein Einstempeln stattgefunden hat, dies auf den Dienstbeginn gerundet wird. Der Dienstbeginn wird hierbei aus dem Dienstplan übernommen und ist somit variable und nicht fixiert, wie bei der "Kommen und Gehen" Regel. Wenn sich jemand mehr als x Minuten vor Dienstbeginn einstempelt, wird die genaue Uhrzeit herangezogen. Wenn sich jemand nach Dienstbeginn einstempelt, wird ebenfalls die genaue Uhrzeit herangezogen.

Die Regel "Dienstende" ist eine Rundungsregel und das Gegenstück zur "Dienstbeginn" Regel. Jedes Ausstempeln, das bis zu x Minuten nach Dienstende liegt, wird auf Dienstende laut Dienstplan gerundet. (siehe "Dienstbeginn" Regel)

Die Regel "Dienstbeginn mit Zeitspanne" ist eine Rundungsregel. Diese gibt an, dass alles was x Minuten vor Dienstbeginn liegt auf y Minuten vor Dienstbeginn gerundet wird. Außer das einstempeln liegt zwischen y Minuten und Dienstbeginn, dann wird die tatsächliche Zeit herangezogen. Der Dienstbeginn wird aus dem Dienstplan herangezogen. x gibt "Dienst inner in Minuten" und y "Zeitspanne in Minuten vor Dienst" an. Alles was zwischen y Minuten und Dienstbeginn liegt, wird genau erfasst.

Beispiel laut Grafik mit Dienstbeginn um 9 Uhr
Wenn jemand zwischen 8:30 und 8:45 einstempelt, wird die Einstempelzeit auf 8:45 gerundet. Wenn die Einstempelzeit zwischen 8:45 und 9 Uhr liegt, wird die genaue Uhrzeit angegeben. Wenn vor 8:30 eingestempelt wird, wird auch die genaue Uhrzeit herangezogen.

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